Schwere Geschütze

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

KUNST Provinzpathos oder Seitenweg der Moderne? Auch das in der Akademie der bildenden Künste ausgestellte Frühwerk trägt wenig dazu bei, die Kunst des Bildhauers Bruno Gironcoli zu erhellen. 

Wie hoch ist das Werk des Bildhauers Bruno Gironcoli einzuschätzen? Bleibt es im existenzialistischen Pathos der Fünfzigerjahre hängen oder lässt es sich mit internationalen Tendenzen in Zusammenhang bringen, die seit den Sechzigerjahren die Skulptur vom Sockel holten und an die Performancekunst oder die neuen Medien andockten? Ist das Werk des 1936 in Kärnten geborenen Künstlers eine eigenbrötlerische Ausformung der Provinz oder ein bisher zu wenig ausgeleuchteter Seitenweg der Moderne?

  Man weiß es noch immer nicht. Die erhellenden Besprechungen nach der großen Gironcoli-Schau im österreichischen Pavillon der Venedig-Biennale 2003 blieben aus. Auch das derzeit in der Aula der Akademie der bildenden Künste präsentierte Frühwerk ermöglicht keinen neuen Blick auf Gironcolis künstlerische


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