Der 2-Komponenten-Mann

Steiermark Politik | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

STADTRAT In Graz ist jetzt der Expolizist und Sicherheits-"Hardliner" Werner Miedl für die Kultur verantwortlich. Er bekennt sich zu "ästhetischen Grenzen". 

Die Entscheidung des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl war alles andere als unumstritten. Die Berufung des Expolizisten Werner Miedl zum Nachfolger Christian Buchmanns als Kulturstadtrat hat auch parteiintern für Unruhe gesorgt. Die stellvertretende VP-Obfrau Eva-Maria Fluch hatte sich ebenfalls beworben. Nagl setzte den ÖAAB-Mann Miedl, der zuletzt als VP-Sicherheits- und Verkehrssprecher im Nationalrat war, trotzdem durch. Daraufhin legte Fluch ihre Funktion als Obfrau zurück. Die Grünen kritisierten die Berufung Miedls als "klare Fehlbesetzung" einer "Männerpartie", die KPÖ erinnerte daran, dass Miedl bisher vor allem "als Scharfmacher gegen soziale Randgruppen" in Erscheinung getreten sei.

  Im Büro des Bürgermeisters will man davon nichts wissen. Man habe vielmehr die Bünde befriedigen müssen, und wollte andererseits


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