Eyssak, jud zu grez

Steiermark Politik | GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

GEDENKJAHR Zusammenleben, Vertreibungen, Shoa: Eine Ausstellung zeigt das wechselvolle jüdische Leben in der Steiermark vom 14. Jahrhundert bis heute. 

Ihre beste Zeit hatte die jüdische Gemeinde in der Steiermark Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. 1892 wurde die erste Grazer Synagoge eingeweiht, das jüdische Kultur- und Vereinsleben blühte. Um 1900 wohnten hier etwa 2000 Juden - der historische Höchststand. In dieser Zeit lebte auch der Tuchhändler Simon Rendi, der im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle spielte. Er war Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ehrenphilister der jüdischen Studentenverbindung "Charitas" und Gründer der B'nai B'rith Loge. Doch ab den Zwanzigerjahren flammte der Antisemitismus wieder auf. Rendi wurde wie alle in Graz lebenden Juden nach Wien überstellt und von dort deportiert. Er wurde im KZ Jasenovac ermordet.

  Die Ausstellung "Minhag Styria. Jüdisches Leben in der Steiermark" in der Grazer Synagoge stellt die Geschichte

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