Verblödung und Neoliberalismus

HERWIG G. HÖLLER und FRANZ NIEGELHELL | Steiermark Kultur | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

KULTURPOLITIK Als Kulturpolitiker kann man kein Neutrum sein. Behauptet der neue steirische Kulturlandesrat Kurt Flecker (SP). Ein Gespräch über seine Pläne. 

Kurt Flecker tritt am 7. November sein Amt als Kulturlandesrat an. Ein jahrzehntelang von der steirischen Volkspartei dominiertes Ressort fällt damit an die SPÖ. Einige bürgerliche Usancen in der bisherigen steirischen Kulturpolitik scheinen seinem Naturell zu widersprechen. Änderungen sind also zu erwarten. Andererseits wolle er aber auch niemandem seinen Geschmack aufzwingen, meint er im Gespräch. Mit Flecker, vom Grazer Bürgermeister Nagl fälschlicherweise als Harley-Davidson-Mann bezeichnet, sprach der Falter über sozialdemokratische Kulturpolitik, Motorräder, Eventkultur und das Paradies.

Falter: Abgesehen von einer kurzen Ausnahme unter Peter Schachner (1995-2000) hat die SPÖ in sechzig Jahren steirischer Nachkriegsgeschichte das Kulturressort nie so frontal angestrebt, wie Sie das in den vergangenen Wochen gemacht

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