Das geheime Museum

DONJA NOORMOFIDI | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

JOANNEUM Mehr als vier Millionen Exponate lagern in den geheimen Depots des Landesmuseums Joanneum. Besuch bekommen sie nur von Wissenschaftern. Und - im schlimmsten Fall - von Motten und Museumskäfern. 

Eigentlich ist es ziemlich geheim, wo genau sich die Depots des Landesmuseums Joanneum befinden. Schließlich will man kein Risiko eingehen, und Gefahren lauern überall. Im Jahr 1977 zum Beispiel schweißte ein Antiquitätenhändler aus Deutschland vor den Augen zahlreicher Passanten einfach das Tor des Grazer Zeughauses in der Herrengasse auf und stahl achtzig antike Pistolen. Der Täter wurde sogar über "Aktenzeichen XY ungelöst" gesucht und gefunden, doch eine Hand voll Pistolen blieb bis zum heutigen Tag verschwunden. Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch ist davon überzeugt, dass so etwas heute nicht mehr passieren kann. "Wir haben sogar Annäherungsmelder in der Peripherie und auch die einzelnen Objekte sind alarmgesichert." Trotzdem hält man die Adressen der Depots, die die Schätze

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