"Die ganze Welt ist heuchlerisch"

Steiermark Politik | GERLINDE PÖLSLER und THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

In der Grazer Volkspartei gärt es. Kein Vergleich zu den Obmanndebatten vergangener Jahre, aber die Niederlage der ÖVP bei den Landtagswahlen, die auch in der Stadt Graz zum Verlust des ersten Platzes geführt hatte, sowie die Ernennung des früheren Polizisten und VP-Nationalratsabgeordneten Werner Miedl zum neuen Kultur- und Schulstadtrat hat für Unmut unter den liberaleren Parteimitgliedern gesorgt. Gemeinderätin Eva-Maria Fluch, die sich selbst um die Position beworben hatte, kritisierte die "Verengung" auf wertkonservative Positionen. Das bestreitet Bürgermeister Siegfried Nagl, der sich aber in den letzten Jahren durch eine ganze Reihe von Aussagen und öffentlichen Signalen durchaus auch als Meisterbürger zu erkennen gegeben hat. Durch seine Weigerung, homosexuelle Beziehungen als normal zu akzeptieren zum Beispiel, oder durch die kleinen Buchsbäumchen, die Nagl rund um das Erzherzog-Johann-Denkmal am Hauptplatz zum Schutz vor den bösen Punks platzieren ließ, oder, zuletzt,


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