Die zornige Krawatte

HERWIG G. HÖLLER | Steiermark Kultur | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

PORTRÄT Bei der Enthüllung des von Josef Schützenhöfer gemalten Thomas-Klestil-Porträts in der Hofburg überwog die Sprachlosigkeit. 

Über Porträts kann man nicht diskutieren", meinte Bundespräsident Fischer vergangenen Freitag bei der Präsentation des offiziellen Thomas-Klestil-Porträts und zitierte kurz aus Erläuterungen des Malers Josef Schützenhöfer zum posthum angefertigten Gemälde (siehe Falter 44/05). Um anschließend sehr diplomatisch das in der Hofburg versammelte konservative Politpublikum mental auf die Darstellung eines doch sehr sorgenvollen Klestil vorzubereiten: Wenn er das richtig verstehe, spüre man Last, Belastung und dass es eben auch schwierige Situationen gebe. Raiffeisen-Chef Christian Konrad, der das Porträt auf Ersuchen der Hofburg finanziert hatte, wollte dazu gar nichts sagen: Er sei von seiner Vita her nicht geeignet, ein Kunstwerk zu kommentieren. Und die Witwe des Porträtierten dankte dem Maler schließlich "für sein Bemühen, sich mit der

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