Trotziger David

Vorwort | HANS PECHAR | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

KOMMENTAR Im Abwehrkampf gegen deutsche Studenten stellt Österreich nun die Gleichwertigkeit von Abitur- und Maturazeugnis infrage. 

Anfang Oktober hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) die Beschwerde einer deutschen Studentin abgewiesen, die ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2005 rückwirkend auf ihre Uni-Bewerbung aus dem Jahr 2004 angewandt haben wollte. Interessant ist nicht die Abfuhr für eine tollkühne Logik, sondern die Begründung des VwGH: Aus dem EuGH-Urteil, welches die Universitäten verpflichtet, allen EU-Bürgern die gleichen Rechte bei der Aufnahme zum Studium zu gewähren, sei ein Anspruch auf einen Studienplatz "nicht zweifelsfrei abzuleiten". Der VwGH verweist aber nicht nur auf das quantitative Missverhältnis zwischen deutschen Studienwerbern und den Studienkapazitäten eines viel kleineren Landes, wie dies bereits Regierung und Opposition in ihrer Kritik des EuGH-Urteils getan haben, sondern führt auch ein neues Argument an, das gesonderte


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