"Die Burschen ecken an"

Politik | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

ZUWANDERER Mit "Deutsch statt ,Nix verstehn'!" mobilisierte die FPÖ gegen die vielen Ausländerkinder in Wiens Schulen. Wie sieht dort der Unterricht aus? Warum fällt diesen Schülern der soziale Aufstieg so schwer? Und ist das Kopftuch daran mit schuld? Eine Expertenrunde gibt Antworten. JULIA ORTNER und NINA WEISSENSTEINER

In meiner letzten Klasse", erzählt Ursula Lorenz, "hatte ich 15 muslimische Kinder, aber nur ein Einziger wusste über die fünf Säulen des Islam Bescheid. Der Rest konnte gar nichts damit anfangen." Die Hauptschule in Wieden, an der die Pädagogin unterrichtet, kommt dem Horrorszenario, das HC Strache im Wiener Wahlkampf beschwörte, relativ nahe: Dort gibt es längst türkische Klassensprecher, die Buben stehen nicht auf Rapid, sondern auf Galatasaray Istanbul und so manches Mädchen bricht mitunter in Tränen aus, wenn der erste Tag mit Kopftuch ansteht. Hauen Zuwandererkids tatsächlich das Bildungsniveau in den Wiener Schulen zusammen? Oder profitieren


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