Die Ökoguerilla

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

GRÜNE Nachdem sie bei den Wien-Wahlen nicht so punkteten wie erhofft, setzen die Grünen auf eine neue Strategie: Ökokampftrupps sollen grüne Inseln inmitten der "roten Wüste" zum Leben erwecken. 

Kleine, selbstständig operierende Kampfeinheiten werden gezielt ins Hinterland des Gegners geschickt. Dort suchen sie feindliche Schwachstellen auf und mobilisieren ihre "Schläfer". Die aufgeweckten Soldaten zermürben mit nadelstichartigen Operationen den Gegner, und schön langsam wird das feindliche Gebiet erobert.

  Was aus einem Lehrbuch für Revolutionäre stammen könnte, wird momentan im grünen Rathausklub gepredigt - wenn auch in ganz pazifistischer Weise. Die Wiener Ökos wollen mit einer Netzwerkstrategie künftig außerhalb der trendigen Innenbezirke punkten, wenn auch vorerst nur in grünaffinen Oasen.

  Besonders weit unter den eigenen Erwartungen haben die Grünen nämlich bei der Wahl in den großen und zum überwiegenden Teil von weniger wohlhabenden Wählern bewohnten

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