Planet Osterinsel

Politik | STEFAN LÖFFLER | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

ÖKOLOGIE In "Kollaps" zeigt der Umwelthistoriker Jared Diamond, warum Gesellschaften untergegangen sind. Und was wir tun könnten, damit uns nicht dasselbe Schicksal ereilt. 

Als 1722 europäische Seefahrer auf der Osterinsel landeten, trauten sie ihren Augen nicht. Die abgelegene Insel im Südpazifik war von gigantischen Statuen übersät. Den wenigen, sichtlich darbenden Inselbewohnern waren die steinernen Götzen offenbar so verhasst, dass sie ihre letzten Kräfte nutzten, um sie zu Fall zu bringen. Aus archäologischen Funden ließ sich später schließen, dass die völlig versteppte Osterinsel noch gut ein Jahrhundert vor ihrer sogenannten Entdeckung reichlich bewaldet war und ihre Flora und Fauna die Bevölkerung ausreichend ernährt hatte. Dann aber war der Wettlauf der Anführer, die sich durch immer gewaltigere Statuen Denkmäler setzten, eskaliert. Und er war nicht einmal mehr aufgehalten worden, als Hungersnot einsetzte. Durch das Fällen der Bäume war ein Beutetier nach dem


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