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DORIS KNECHT
Politik | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

Glatteis heute. Weil, schwierige Sache: praktizierter Nepotismus. Sagt der Duden: Ist 1. die Bevorzugung von Verwandten bei der Verleihung von Ämtern o. Ä.; 2. Vetternwirtschaft, bes. bei den Päpsten der Renaissancezeit. In der modernen Zeit, in der, wie etwa Polly Adler in ihrem großartigen neuen Buch "Pollywood" (Amalthea) anschaulich beschreibt, der Freundeskreis weitgehend die Funktion von Sippe übernommen hat, profitieren vom angewandten Nepotismus nicht die Vettern, die Söhne und Neffen, sondern die Freunde. Und die Freundinnen.

  Obwohl sich Polly Adler hierzu realistisch äußert. "Eigentlich", vermerkt sie, "waren diese Damenabende ja aus machiavellistischen Motiven ins Leben gerufen worden. Networking, Sie verstehen. Männer hatten sich nach diesem Prinzip der Zusammenrottung über Jahrhunderte das Land aufgeteilt. Unter uns: Wir Mädels waren in dieser Disziplin noch mehr als ausbaufähig." Das will ich gerne unterschreiben, mit einer kleinen Einschränkung, denn die Vergangenheitsform

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