Kommentar

50 Jahre Staatsoper: sehr symbolisch

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

Das gibt's auf dieser Welt wirklich nicht so oft: 15 Damen in bunten Abendkleidern und zwölf befrackte Herren singen fast dreieinhalb Stunden lang frontal in die Kamera, und zwar im Hauptabendprogramm! Die Wiener Staatsoper feierte am vergangenen Samstag den fünfzigsten Jahrestag ihrer Wiedereröffnung nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Dass an der gern beschworenen These vom mächtigen nationalen Symbolwert dieses Hauses einiges dran ist, zeigte allein die Tatsache, dass der ORF alle Regeln des stromlinienförmigen Unterhaltungsfernsehens über Bord warf und die dramaturgische Ödnis des Festkonzertes in voller Länge übertrug.

Musikalisch wurde ja auch nur das Feinste geboten. Wenn internationale Künstlerinnen und Künstler wie Edita Gruberova und Deborah Polaski, Bryn Terfel und Placido Domingo, Zubin Mehta und Christian Thielemann mit dem Staatsopernorchester Mozart, Beethoven und Strauss musizieren, dann kann schließlich nichts wirklich schief gehen. Der Aufmarsch der Promis


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