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Kultur, FALTER 45/05 vom 09.11.2005

MUSIK Die Sofa Surfers haben ihre Sampler verräumt und sich mithilfe von Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang als seelenvolle Postrockband neu erfunden. 

Man hört ein konzentriertes Schlagzeug, einen dynamischen Bass, eine zurückhaltend-akzentuierte Gitarre und eine Stimme voll Soul, die bei aller Wärme doch immer eine gewisse Distanz hält und die nicht eben vor Lebensfreude strotzende Musik konterkariert und gleichzeitig auch optimal unterstützt. Die Sofa Surfers aber, die hört man auf ihrem schlicht mit "Sofa Surfers" betitelten neuem Album zuerst einmal nicht. Und das liegt keinesfalls nur an der Stimme des neuen Sängers Mani Obeya.

  Bisher war das Wiener Quartett für elektronische Clubmusik bekannt, die vor allem auf wuchtige Beats und moderne Dub-Produktionsweisen setzte; davon ist jetzt nichts mehr zu hören. "Die Ästhetik wurde verändert, die Atmosphäre der Band aber hoffentlich übernommen", sagt Sofa Surfer Wolfgang Schlögl, der zuletzt auch als I-Wolf reüssierte.

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