OHREN AUF! Songwriterinnen

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

Drei Millionen verkaufte Exemplare ihres Debüts "Call Off the Search" machten die junge britische Singer/Songwriterin Katie Melua zur großen Nummer im Fach jenes behutsamen Erwachsenenfolkpops, der auch gerne einmal mit dem irreführenden Label "Jazz" versehen wird. Nach etwaigen Extravaganzen sucht man auch auf Meluas zweitem Album "Piece By Piece" (Dramatico/edel) vergeblich. Unhübsch ist das aber nicht - nur etwas bieder halt.

Bei Emilie Simon gilt das für die Texte, während sie musikalisch, gesanglich und stimmungsmäßig an eine zurückhaltende Björk auf Polarurlaub erinnert. Aber es ist ja nicht Simon, die auf "The Emperor's Journey" (Universal) Zeilen wie "Even if you're sad, don't worry/Your tears look like diamonds to me" singt, sondern es sind die Pinguine des gleichnamigen Films, dessen Soundtrack die Multiinstrumentalistin derart gut hinbekommen hat, dass er auch ohne Bilder absolut Sinn ergibt.

Die momentan in New York lebende und zu gleichen Teilen englisch und in ihrer


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