"Orpheus war Bulgare"

Kultur | ERICH KLEIN | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

LITERATUR Die bulgarische Lyrikerin Mirela Ivanova eröffnet die "Literatur im Herbst", die ihrer bulgarischen Heimat gewidmet ist. Ein Gespräch über den Sumpf des Kommunismus, den Engel des Schmerzes und das Diktat Gottes. 

Die 1962 in Sofia geborene Mirela Ivanova gilt als bedeutendste Lyrikerin Bulgariens. Ihrem ersten ins Deutsche übersetzten Gedichtband "Einsames Spiel" (2000) wurde von der Neuen Zürcher Zeitung "schnoddrig selbstbewusste Pathetik" attestiert, in den Versen von "Versöhnung mit der Kälte" (2004) hörte die Zeit "den fernen Klang der Bachmann-Orgel" und "Fetzen eines Blues von Anne Waldman". Das Gespräch mit der Eröffnungsrednerin der diesjährigen "Literatur im Herbst" fand Ende Oktober im Zentrum von Sofia im Iwan-Wasow-Museum statt - mit Führungen über Leben und Werk des bulgarischen Nationaldichters Wasow verdient Mirela Ivanova eigentlich ihren Lebensunterhalt.

Falter: Wann wurde in Bulgarien zum letzten Mal so viel über Literatur geredet wie über den


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