Die Wondergirls

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

FILM Curtis Hanson ist der letzte Vertreter des alten Hollywood-Systems. Seine Komödie "In Her Shoes" wirkt entsprechend altmodisch - und solide. 

Gegensätze ziehen sich an. Maggie ist der personifizierte Blondinenwitz, hübsch, daueralkoholisiert, allzeit bereit. Rose, ihre ältere Schwester, versteckt sich hinter einer Anwaltskarriere, um dem Leben aus dem Wege zu gehen. Mag sein, dass es in Philadelphia derlei ungleiche Geschwister wirklich gibt, im Kino wirken sie vor allem konstruiert. So auch im Fall von "In Her Shoes". Die ersten dreißig Minuten lässt der Film kaum ein Klischee aus; danach erst kommt er zu sich. Die restlichen eindreiviertel Stunden werden auf die Charaktere verwendet - und darauf, die Gegensätze zwischen Maggie (Cameron Diaz) und Rose (Toni Collette) auszusöhnen.

  "In Her Shoes" heißt bei uns "In den Schuhen meiner Schwester" und ist der neue Film von Curtis Hanson, einem Auftragsregisseur, wie es sie in Hollywood seit Anfang der Siebzigerjahre eigentlich


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