Ein Bus voll Buße

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

THEATER "Der Bus" von Lukas Bärfuss ist das "Stück des Jahres". Wer's glaubt, wird selig. 

Der Teufel heißt Hermann und ist Busfahrer von Beruf. Dass der Mann nicht die beste Meinung von der Menschheit hat, kann man ihm allerdings nachfühlen: Die Passagiere, die er zur Kur in die Berge chauffiert, sind ausgesucht miese Charaktere. Diesmal allerdings ist eine junge Frau namens Erika an Bord, die nicht dazupasst und auch nicht dazugehört: Sie ist eine katholische Pilgerin und eigentlich auf dem Weg in den polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau, hat sich aber im Bus geirrt. Ein Versehen, das sie beinahe das Leben kostet: Hermann bricht der "blinden Passagierin" zuerst die zum Gebet gefalteten Finger und schaufelt ihr später ein Grab, dem sie nur knapp entkommt.

  "Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)" vom 34-jährigen Schweizer Lukas Bärfuss ist das Stück des Jahres. Bei den renommierten Mülheimer Theatertagen war es ebenso siegreich wie bei der von der Zeitschrift Theater heute alljährlich


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