Restrickling

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

MODE Bei Modus Vivendi kann man jetzt wieder alte Stricksachen zu neuen Stricksachen recyceln lassen.

Gestricktes kurzerhand zu zerschneiden und dann wieder zusammenzunähen, das sei überhaupt kein Problem, sagt Charlotte Jakoubek. Dabei glauben viele Stricklaien, dass ein loser Wollfaden das Ende eines Strickstücks bedeutet - was aber eben ganz und gar nicht so sein muss.

Alte, gebrauchte und sogar löchrige Strickware kann man derzeit wieder beim Strickmodelabel Modus Vivendi abgeben, wo Jakoubek und ihre Labelkollegin Monika Bacher die Sachen zu neuen Teilen umarbeiten. Aus einem alten Schlabberpulli wird so zum Beispiel eine schöne Haube oder ein Schal zum wärmenden Pullunder - je nach Wunsch und vorhandenem Material, wobei sogar Mottenlöcher kein Problem darstellen.

Selbstverständlich müssen Jakoubek und Bacher fürs Recycling jede Menge Strickzeug zerschnippeln und wieder zusammennähen, dank der entsprechenden Spezialmaschinen ist das aber keine große Sache. Die frisch recycelten Stücke wollen die Modemacherinnen am 17. Dezember präsentieren, bis Ende November kann man die Ware noch in der labeleigenen Boutique im sechsten Bezirk abgeben.

Passend zur kälteren Jahreszeit gibt es bei Modus Vivendi derzeit aber auch neue, noch gänzlich unrecycelte Hauben (Kostenfaktor: 45 Euro), Pulswärmer (gibt's schon ab 20 Euro) und Schals sowie jede Menge andere, nicht ausschließlich gestrickte Anziehsachen vom eleganten Herrensakko über Walk-Kapuzenjanker und Damenjeans bis zur Jersey-Strick-Kombibluse.

Der Strickstoffmix und die Kombination verschiedener Materialien sind überhaupt typisch für das Wiener Modelabel mit dem eleganten Stil. Die Strickerei selbst übernehmen heute zwar meist Maschinen, in seltenen Fällen muss aber trotzdem noch handgearbeitet werden. Für die ganz, ganz großen Maschen kommen nämlich dann doch wieder die guten, alten Stricknadeln zum Einsatz.

Modus Vivendi, 6., Schadekgasse 4, Tel. 587 28 23, Mo-Fr 10-19, Sa 12-16 Uhr, www.modusvivendi.at


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