Beisl, Coupé

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 45/05 vom 09.11.2005

NEUES LOKAL Eigentlich ein Wunder, dass so was heute noch aufsperrt: ein Beisl in reinster Purezza - alles echt, nichts falsch.

Tino Pontoni sperrte 1993 in der Burggasse ein Beisl auf, wie es das bis dahin noch nicht gegeben hatte: reduziert bis zur Schmerzgrenze, mit einer alten Schank, bei der einem das Herz aufging, mit einer genial authentischen Speisekarte (als Nachspeise beim Menü: Brickerl!), mit schwarzem Bitumenboden, Lampen und Heizlüftern aus einem anderen Universum und Mutter Pontonis Schweinebraten am Mittwoch als Höhepunkt. Zweifellos ein beislmäßiger Kraftort. Leider machte Tino Pontoni dann ein bisschen viel Blödsinn, musste dafür büßen, sein ehemaliges Lokal heißt seit ein paar Jahren Schillin und ist immer noch sehr schön.

  In seiner Gastronomie-Pause fuhr Tino Pontoni eine Zeit lang mit dem Taxi und sah sich bei der Gelegenheit immer auch ein bisschen nach geeigneten Pontoni-Nachfolgelokalen um. Und mit dem Zum weißen Rössl in der Schönbrunner Straße


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