Umgang mit Populisten

Vorwort | PETER FILZMAIER | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

KOMMENTAR Wie sollen Politik und Medien auf Heinz Christian Strache und Konsorten reagieren? 

Wer - als korrektes Zitat von Heinz Christian Strache ausdrücklich bestätigt - meint, dass Ausländer Maul- und Klauenseuche haben, weil sie ständig maulen und klauen würden, entzieht sich allen Kriterien neutraler Berichterstattung. Jedem Menschen gebietet über alle Partei- und Ideologiegrenzen hinweg der Anstand, so etwas widerwärtig zu nennen und entsprechend scharf zu reagieren. Hat man Zugang zur Öffentlichkeit, sind alle Multiplikatoren vom Journalisten bis zum Politiker durch den ethischen Grundkonsens verpflichtet, das in den Medien schonungslos und breitflächig zu tun. Punktum.

  Ganz so einfach ist es leider nicht. Bereits die Tatsache, dass Printmedien - der ORF flüchtet sich in das Objektivitätsgebot - mit der mehr als berechtigten Strache-Entrüstung bewusst ihr Image pflegen und Reichweiten maximieren bzw. Parteien Kriegserklärungen an die FPÖ zwecks Ansprache der eigenen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige