HERO DER WOCHE

Andreas Khol

Politik | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

Premiere für Andreas Khol! Ein halbes Dutzend Mal hat der ehemalige schwarze Chefideologe schon den Dolm abgeräumt, diesmal gibt's erstmals den Hero, und zwar für staatsmännisches Einschreiten. Seit Wochen opponiert im Tiroler Telfs eine Bürgerinititiative gegen ein Minarett für die dortige Moschee - und treibt damit Bürgermeister und Pfarrer zur Verzweiflung. Dabei verstößt der Bau keineswegs gegen die Vorschriften, und die Muslime haben nicht einmal vor, sich künftig vom Muezzin zum Gebet rufen zu lassen. Nun versucht der Parlamentspräsident seine querulierenden Landsleute zur Vernunft zu bringen: "Menschen, die man gerufen hat", erklärt Khol, "haben Gastrecht, und dazu zählt auch das Recht auf Ausübung der Religion. Das gilt für Kirchtürme und Gebetstürme bei Moscheen." Wenn unser Anderl vom Inn jetzt noch ähnliche Toleranzaufrufe für Homo-Partnerschaften startet, wäre er fast schon rehabilitiert. Vorläufig.


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