Große Erwartungen

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

LITERATUR Die israelische Autorin Zeruya Shalev schließt ihre Liebestrilogie mit dem eindringlichen Scheidungsroman "Späte Familie" ab. 

Die Geschichte ist ganz alltäglich: Eine Frau beschließt, sich nach einigen Jahren Ehe von ihrem Mann scheiden zu lassen. Man hat sich auseinander gelebt. Die Trennung fällt niemand leicht, am wenigsten dem gemeinsamen Kind, das von nun an in seiner Zuneigung zwischen den Elternteilen hin und her gerissen wird.

  Zeruya Shalev, die Autorin der Romane "Liebesleben" und "Mann und Frau", behandelt im letzten Teil ihrer Trilogie über die Liebe in heutiger Zeit konsequenterweise das Ende einer Beziehung. Das literarische Aufsammeln der Scherben erweist sich für die momentan populärste Schriftstellerin Israels als besonders dankbare Aufgabe. "Späte Familie" ist der mit Abstand längste Part in dem Roman-Dreier, dessen ersten beiden Teile in der Übersetzung durch Mirjam Pressler auch im deutschsprachigen Raum sehr erfolgreich waren.

  Im Zentrum


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