Wünsche aus zweiter Hand

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

FILM Die Filmerin Sabine Derflinger hat mit "Schnelles Geld" einen sehr unmittelbaren Dokumentarfilm über das triste Leben der Punks auf der Mariahilfer Straße gedreht. 

Es gibt Biografien, die so einfach nicht zu beschreiben sind. Die von Dani zum Beispiel. Dani ist 17, hat eine Zeit lang auf der Straße gelebt und bezeichnet sich selbst als "Ex-Alkoholikerin". Seit sie weiß, dass sie schwanger ist, sei sie trocken; sogar eine Wohnung habe sie in Aussicht. Dani freut sich auf ihr Kind. Stolz zeigt sie Freundinnen das erste Ultraschallbild. Ein paar Monate später begegnet der Film ihr wieder. Die junge Frau ist kaum mehr wiederzuerkennen. Sie hat eine Lederjacke an, rote Haare und ein Handy dabei; ihr Baby wurde nach der Geburt sofort zur Adoption freigegeben.

  "Schnelles Geld" von Sabine Derflinger ist über einen Zeitraum von mehreren Jahren entstanden; der Schauplatz des Dokumentarfilms, die Mariahilfer Straße, liegt direkt vor ihrer Haustür. "Das Leben, das diese Jugendlichen


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