DAS BUCH ZUM FILMER

Haneke von oben

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

Zeit war's ja. Beide bis dato auf Deutsch erschienenen Monografien zum Werk Michael Hanekes (herausgegeben 1991 von Alexander Horwath und 1996 von Christian Wessely, Gerhard Larcher und Franz Grabner) sind mittlerweile vergriffen. Erst jetzt, pünktlich zum Start von "Caché", nimmt der Marburger Schüren-Verlag einen neuen Anlauf, sich in 19 Aufsätzen und Interviews umfassend mit dem Werk des hier als "Pathologen der Konsumgesellschaft" Bezeichneten auseinander zu setzen. Herausgeber sind wiederum Wessely, Larcher und Grabner, deren Projekt vom Grazer Institut für Fundamentaltheologie initiiert wurde. Neben Filmwissenschaftlern schreiben hier vor allem Theologen, deren Interesse an Haneke vorwiegend von ethischen und/oder soziologischen Fragestellungen motiviert ist.

  Für Filminteressierte sind die Texte des Bandes ein gemischtes Vergnügen. Es gibt luzide, vielschichtige, auch unterhaltsame Analysen wie die von Georg Seeßlen ("Strukturen der Vereisung. Blick, Perspektive und Gestus


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