Dürfen s' denn des?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

THEATER Hier kocht der Chef: Volkstheaterdirektor Michael Schottenberg inszeniert Nestroys Revolutionsposse "Freiheit in Krähwinkel". 

Eines muss man Michael Schottenberg lassen: Er hat keine Angst vor großen Gegnern. Zur Eröffnung setzte er, wenige Wochen nach einer ingeniösen Marthaler-Inszenierung zum selben Thema, ein Stück über den "Spiegelgrund" an; dann ließ er, wenige Jahre nach Claus Peymanns Modellinszenierung am Burgtheater, Thomas Bernhards "Vor dem Ruhestand" spielen. Mit Johann Nestroys "Freiheit in Krähwinkel" hatte jetzt die erste eigene Neuinszenierung des Neo-Volkstheaterdirektors (siehe Kommentar auf Seite 21) Premiere, und auch diesmal lag die Latte hoch: Theaterfans haben Frank Castorfs wilde Burgtheaterinszenierung "Krähwinkelfreiheit" (1998) noch in bester Erinnerung.

  In dem mitten in den Wirren des Jahres 1848 uraufgeführten Stück feiert Nestroy einerseits die Revolution, stellt diese aber gleichzeitig als Provinzposse dar. In dem fiktiven Städtchen


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