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Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

Ein höchst eigenartiger Stilmix tönt einem da entgegen: Eine schlichte Frauenstimme singt eine selbstvergessen in sich kreisende Melodie mit der Anmutung eines mittelalterlichen Tanzes; die Klangqualität der Aufnahme ist unüberhörbar in den Sechzigerjahren zu verorten, doch der Gesang wird unterlegt mit seltsam wabernden Sounds, wie man sie seinerzeit wohl für futuristisch gehalten hat, die zugleich aber auch irgendwie zeitgenössisch wirken. Der Linzer Komponist Peter Androsch (Jahrgang 1963) hat - gemeinsam mit Wolfgang "Fadi" Dorninger (Wipeout, Fuckhead) - den Liederzyklus "French Folk Songs" des österreichischen Elektronikpioniers Max Brand und der Sängerin Ligoa Duncan aus dem Jahr 1963 bearbeitet.

Diese fünf charmanten Miniaturen wurden 1999 bei der Wiener Phonotaktik uraufgeführt, und das war eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen Musik von Androsch außerhalb Oberösterreichs zu hören war. Nun eröffnen sie den vierten und jüngsten Band der "Sammlung" genannten CD-Reihe


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