"Ich verehre Morricone"

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

MUSIK Helmut Lachenmann zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Zu seinem siebzigsten Geburtstag widmet ihm Wien Modern einen breiten Schwerpunkt. Ein Gespräch über körperliches Hören, die Verwechslung von Kunst und Unterhaltung, Beifall von der falschen Seite und Mozarts Muskeln. 

Helmut Lachenmann möchte, dass Musik eine existenzielle Erfahrung sei. Deswegen sucht der Komponist seit mehr als vier Jahrzehnten unermüdlich nach neuen Wegen, seinen Hörern diese existenzielle Erfahrung zu ermöglichen. Bekannt wurde er vor allem durch seine musique concrète instrumentale, in der er Geräusche als gleichberechtigte Klangquellen neben den konventionellen Tönen verwendet; dabei achtet er streng darauf, dass man all dem instrumentalen Schaben und Schnarren, Quietschen und Kratzen stets ablauschen kann, wie sie erzeugt werden. In zahlreichen brillanten Essays, die mittlerweile unter dem Titel "Musik als existenzielle Erfahrung" auf über 400 Seiten gesammelt veröffentlicht


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