Mehr Glied als Reih

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

THEATER Hermann Nitsch probt im Burgtheater den Spagat: Erstmals wird sein sprachloses Aktionstheater in einem Sprach-Tempel aufgeführt. Der Kunsthistoriker Otmar Rychlik, einer seiner treuesten Akteure, plaudert aus der Schule. 

Wenn man mich nach Nitsch fragt, muss ich über Liebe sprechen", beginnt Otmar Rychlik seine Ausführungen über den Künstler Hermann Nitsch. "Er ist ein strömender, freundschaftlich hochbegabter Mensch, der einem das Gefühl größten Vertrauens gibt." Rychlik gehört zu jenem Regieteam, das Samstag, dem 19. November, die 122. Aktion des Orgien Mysterien Theaters (OMT) inszeniert. So nennt der 1938 in Wien geborene Künstler Hermann Nitsch einen Mix aus Theater, Konzert, Schlachtfest, Selbsterfahrungsseminar und Malaktion, dessen hauptsächliche Intention es ist, sinnlicher zu sein als die auf das Auge zentrierte Kunst und das textlastige Theater. Seit dreißig Jahren macht Nitsch immer wieder Aktionen in seinem Weinviertler Schloss Prinzendorf, zuletzt ein


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