Arbeiten im Transit

Stadtleben | CHRISTINA GREUNZ | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

STADTMENSCH Seit Jahren betreuen Dolmetscher am Flughafen Schwechat Asylwerber im Sondertransitbereich. Einer von ihnen ist Azad Noree. 

Azad Noree hat viel gesehen und einiges durchgemacht. Er weiß, wie es ist, neu anfangen zu müssen und dabei nichts zu haben. 1988 kommt der heute 43-Jährige als politischer Flüchtling nach Österreich. Zuvor studiert er im Irak Bodenkultur, mit der Absicht, später in England seinen Doktor zu machen. Der erste Golfkrieg verändert seine Pläne jedoch entscheidend. Aus dem Auslandsstudium in Europa wurde eine Flucht vor dem Regime, die ihn zunächst in ein Flüchtlingslager in den Iran führte. "Das war damals so ähnlich wie Traiskirchen hier in Österreich", erinnert sich Noree. "Überfüllte Quartiere, Stockbetten und einmal in der Woche Ausgang. Die Vorstellung von einem besseren Leben ist in einer solchen Situation das Einzige, was dir da noch Kraft gibt."

  Sechs Monate verbringt Noree in dem iranischen Lager. Durch einen Bekannten erfährt


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