Ererbte Gespenster

Steiermark Politik | THOMAS GELDMACHER | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

RAUBKUNST Sechzig Jahre nach Kriegsende befindet sich immer noch NS-Raubkunst in österreichischen Museen. Eine Bestandsaufnahme anlässlich einer wertvollen Publikation. 

Die bisher letzte Rückgabe fand vor ziemlich genau einem Jahr statt. Am 23. November 2004 erhielten die Erben Leopold Weinsteins, eines 1938 nach London emigrierten jüdischen Industriellen, das August-von-Pettenkofen-Aquarell "Zigeunerhütte in der Puszta" ausgehändigt. Die Neue Galerie in Graz hatte das Werk 1941 vom Wiener Finanzamt Innere Stadt Ost erworben, in dessen Verwahrung sich die beschlagnahmte Sammlung Weinstein seit 1938 befunden hatte.

  Insgesamt hat das Landesmuseum Joanneum in den letzten Jahren 23 Kunstgegenstände aus seinen Beständen an die rechtmäßigen Eigentümer restituiert - allesamt Erben ehemaliger jüdischer Kunstsammler, deren Vermögen zwischen 1938 und 1945 enteignet, geraubt, beschlagnahmt und "sichergestellt" worden war. "Zwei Rückstellungsverfahren, die insgesamt drei Kunstwerke


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