Scheibenweise Höllenrock

CHRISTOPH MAREK | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

SZENE Experimenteller Hard- und Jazzcore aus Diepersdorf: Jochen Summer betreibt in der Südsteiermark praktisch im Alleingang das Label Rock is Hell. 

Ein Eintrag in einem fiktiven Kuriositätenlexikon der Rockmusik könnte in etwa so lauten: Summer, Jochen: Österreichischer Radspitzensportler und Labelbetreiber aus dem südsteirischen Grenzland, der rare Live-CDs der Melvins, Platten von Bul Bul und Jazz-Core à la John Zorn veröffentlicht und mit Peter King, dem legendären neuseeländischen Dub-Plate-Presser kollaboriert, zu dessen Stammklientel Sonic Youth, die Beastie Boys und Pavement zählen.

  Wenn es diesen Lexikoneintrag auch nicht geben mag, Jochen Summer lebt tatsächlich in Diepersdorf nahe Bad Radkersburg und betreibt von dort sein Label "Rock is Hell", auf dem er in Kleinauflagen von zwanzig bis 700 Stück experimentellen Hardcore, der teilweise in Richtung Freejazz geht, veröffentlicht. Darunter Live-CDs der Melvins und eine Platte der österreichischen Avantgarde-Rock-Partie

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