ETIKETTE

Benimm dich!

Steiermark Kultur | aus FALTER 46/05 vom 16.11.2005

Wolfgang Nicoletti von der Tanzschule Nicoletti & Ratswohl war früher Turniertänzer. Heute gibt er sein Wissen über fachgerechte Beinarbeit an Tanzinteressierte weiter. Zu tun ist jede Menge, der aktuelle Tanzboom ist deutlich spürbar. Spürbar ist auch ein wieder erstarktes Interesse an Etikette. "In den Siebzigern und Achtzigerjahre haben sich die Tanzschulen in puncto Benimmregeln zurückgehalten, es war bei den jungen Menschen nicht erwünscht." Das ist heute anders. Da ein Ball nicht nur ein Ereignis ist, wo getanzt wird, sondern junge Leute erstmals in die Gesellschaft eingeführt werden, gehen Tanzvermögen und Anstand Hand in Hand.

  Angeboten wird das ziemliche Benehmen heutzutage in geblockten Seminaren. Sprache und Kommunikation machen einen großen Teil aus, Kleidung und Essen folgen. Schlussendlich die Umsetzung in der Gesellschaft: Party und Ball. Wer die gewünschten Umgangsformen mit adäquat zelebriert, erhält ein offizielles Gesellschaftszertifikat. Prinzipiell geht es aber heutzutage nicht mehr ausschließlich darum, strikte Regeln einzuhalten. Vielmehr geht es darum, mittels gewisser Verhaltensformen seinem Gegenüber Respekt zu vermitteln und um eine Handhabe zu gewinnen, die einen in peinlichen Situationen nicht straucheln lässt: "Mit gekonnten Umgangsformen kann man sich geschickt vor einer Blamage bewahren." Wie das zu geschehen hat, darüber berät in regelmäßigen Abständen der deutsche "Arbeitskreis Umgangsformen International". Dieser international besetzte Fachrat erörtert die Richtlinien, die Tanzlehrer auch hierzulande beherzigen.


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