Fachbeiräte

Objektivierte Geldvergabe

Steiermark Kultur | JOHANNES FRANKFURTER | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

Auf die Vorwürfe von Herwig G. Höller im nebenstehenden Artikel, das Beiratssystem sei eine Vereinnahmung und Kalmierung der Kulturszene durch die Politik, antwortet Johannes Frankfurter. Er verteidigt das Beiratssystem.

  Die Umfrage unter den Fachbeiräten hat nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Analyse, sie soll vielmehr ein aktuelles Stimmungsbild wiedergeben. Solch verbohrte Gschaftlhuber sind wir allesamt wohl nicht, dass wir nicht (Selbst-)Kritik zu üben wagten. Die Umfrage hatte auch den Einfluss der Fachbeiräte auf das Kulturgeschehen thematisiert - und da war die Skepsis sehr groß, noch negativer die Antwort auf die Frage nach der Ausstattung der zu vergebenden Budgets!

  Warum ich trotzdem für das Fachbeiratssystem plädiere: damit wenigstens das wenige Geld, das vorhanden ist, von Kennern der jeweiligen Sparten halbwegs objektiviert und protokollarisch nachvollziehbar verteilt wird. Was vorher nicht der Fall war. Zugegeben: Wir nehmen dem Kulturstadtrat, der in Wien als Nationalrat sicher mit ganz anderen Themen beschäftigt war, Arbeit und Verantwortung ab. Aber damit kann ich leben - im Interesse der Kulturszene. Ich meine sogar: Auch die großen Subventionsbrocken sollten zukünftig beirätlich evaluiert werden!


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