VOM GRILL

Ewig schade ...

Steiermark Stadtleben | MATHIAS GRILJ | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

Dass ich bei meinem Begräbnis tot sein werde. Da singt nämlich Klaus Kofler vom "4xang" mit seiner brunnentiefen Stimme Che sara. Hat er versprochen, und auf sein Wort ist Verlass. Ich freue mich darauf, es geht den Leuten tief ans sentimentalische Herz.

  ... dass wir in Graz Senatsräte haben, die wir haben. Ja, es könnte schlimmer sein, es könnte die Sonne scheinen. Dann sähen wir bei Licht, dass es viel schlimmer ist.

  ... dass sich der liebe Bub beim Eislaufen nicht das Genick gebrochen hat, 1895. Man hätte den Sechsjährigen heimgetragen, erschüttert an die Tür geklopft und hervorgestoßen: "Frau Hitler, der Adi..." Und wäre in Tränen ausgebrochen.

  ... dass ich bei der obigen Sentenz auf dringenden Rat des Rechtsanwalts den Namen und die Jahreszahl geändert habe. Der schändliche und schädliche Kerl, den ich meine, lebt noch unter uns. Hoffentlich - Gott ist gewitzt und kennt sich hoffentlich aus - nicht mehr lang.

  ... dass statt Schwarzenegger nicht Madonna in Thal aufgewachsen ist. Wir wären morgens gemeinsam mit dem G-Bus in die Schule ... Und was hätte sie davon? Ich hätte mich sowieso nicht getraut, sie anzureden. Hab ich mich bei Margit auch nicht. Und Madonna neben mir? Naja, sie wäre - Gott ist gewitzt - eine brillante Psychologin geworden.

... dass wir uns nicht persönlich kennen, Sie und ich? Ach, seien wir froh!


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