PRESSESCHAU

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

Neugier soll eine journalistische Tugend sein, aber manches will man doch nicht so genau wissen. "Lache ich mein Gegenüber an, stelle ich sie mir in Unterwäsche vor!", zitiert die Frauenzeitschrift Woman FPÖ-Chef Heinz Christian Strache in seinem dieswöchigen Artikel "H.C. Strache & Die Frauen. Ein Psychogramm". Bei so einer Psychoanalyse darf auch die Mutter nicht fehlen. Diese offenbart ein bislang von der FPÖ-Forschung vernachlässigtes Steinchen im Charaktermosaik des H.C. Strache: "Er kam nie mit schmutzigen Hosen heim." Dieser Trick scheint bis heute zu wirken. "39 Prozent wählten Strache, weil er so fesch ist", sagt die Meinungsforscherin. Und das, obwohl er gar nicht so oft lächelnd an Unterwäsche denken dürfte. Denn zumindest "auf der Straße setzt er sein Pokerface auf", verrät Straches Stellvertreterin. Was sich der FPÖ-Chef aber wirklich denkt, wenn er eine Frau anlächelt, wird bald vor Gericht erörtert. Denn die FPÖ zeigte sich weniger begeistert über das Woman-Psychogramm und übergab "dieses journalistisch miserable Machwerk" gleich dem "rechtsfreundlichen Vertreter".


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