Alles mit dem Mund

GERHARD STÖGER | Kultur | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

MUSIK Der Gruppe Bauchklang genügen sechs Mikrofone, um den Club mit elektronisch tönenden Sounds zu rocken. Jetzt präsentiert die ungewöhnliche Wiener Band ihr zweites Album. 

Für gewöhnlich sind A-cappella-Konzerte, so viel Vorurteilspflege muss sein, ähnlich sexy wie Kabarettabende. Nicht zufällig bevölkern Stimmbandartisten mit ihren Interpretationen bekannter Pop- und Jazztitel auch gerne Kleinkunstbühnen und unterhalten dort ein im schwarz-grünen Sinne alternatives Publikum, das sich von der unglaublichen Artistik und Originalität dieser Körperklangkünstler ähnlich leicht begeistern lässt, wie es lauwarmes Politgewitzel mit zustimmendem Lachen quittiert.

  Auch Bauchklang machen A-cappella-Musik, Kleinkunstanbindung gibt es bei dem in Wien beheimateten Sextett aber keine. Schließlich klingt das "Vocal Groove Project" um den Leadvokalisten Andreas Fränzl ja auch nicht nach A-cappella-Musik sondern nach HipHop und Ragga, nach Drum 'n' Bass und sonstigen Formen elektronischer

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