Death Metal

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

FILM Michael Glawoggers "Working Man's Death" zeigt, dass es Schwerarbeit noch gibt und dass sich damit geiles Kino machen lässt. 

Wollte man "Working Man's Death" als Grundlage für die hierzulande grassierende Debatte über die Schwerarbeiterregelung heranziehen, dann würde sich die Zahl der in den Genuss entsprechender Zulagen kommenden Personen wohl maximal im zweistelligen Bereich bewegen. "Die Arbeit ist der Tod selbst", meint einer, der in Pakistan Ozeantanker zerteilt - und er übertreibt nicht sehr: Ein Fehltritt, und man stürzt 180 Meter in die Tiefe oder wird von ein paar Tausend Tonnen Stahl erschlagen.

  Der aus Graz stammende Michael Glawogger ist, sieht man von "Nacktschnecken" ab, bislang vor allem als Dokumentarist bekannt ("Megacities", "Frankreich, wir kommen!!!") und zeigt mit seiner jüngsten globalisierungsreflexiven Arbeit einmal mehr, dass die Welt nicht bei Kritzendorf endet: In der Ukraine, in Indonesien, Nigeria, Pakistan und China etwa haben die Menschen


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