STREIFENWEISE

Kultur | MICHAEL OMASTA, DREHLI ROBNIK | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

Keiner von uns hat Schuld. In dieser Erkenntis gipfelt "Yazi tura" (deutsch: "Kopf oder Zahl"), das Regiedebüt von Ugur Yücel, der sich in der Türkei großer Beliebtheit als Stand-up-Komiker erfreut. Erzählt wird die Geschichte zweier Veteranen des Kurdenkriegs, die wie weiland die "Deer Hunter" mit dem zivilen Leben nicht mehr zurechtkommen: Ridvan, einst die größte Fußballhoffnung seines anatolischen Heimatdorfs, kehrt als Einbeiniger heim, sein Kamerad Cevher, früher Tischler, heuert in Istanbul als Schläger bei einem Drogenhändler an. Eigentlich handelt es sich um zwei Filme, denn ihre Geschichten stehen, nur durch eine kurze, periodisch wiederkehrende Kriegsszene verbunden, völlig isoliert nebeneinander; doch Kenan Imrzaloglu und Olgun Simsek, die beiden Hauptdarsteller, machen mehr als wett, woran es der Dramaturgie gebricht.

  Maximale Adventkompatibilität bietet Scott Derricksons "Exorcism of Emily Rose". Das Mel Gibson'sche Programm, uns qua Weiden am Leiden zum Glauben


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