Zitherparty

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

TRADITION Mehr als Volksmusikgeschrammel: Cornelia Mayer und ihr Ensemble wollen dem Uraltinstrument Zither ein zeitgemäßes Image verpassen. 

In Japan ist es um die Zither-Sache bereits bestens bestellt. Der standesgemäß in Steirerjoppe gewandete Nachwuchsmusikant aus Wien hatte im Rahmen einer Konzertreise unter frenetischem Applaus ein ums andere Mal Urösterreichisches zu zupfen - das Harry-Lime-Thema des einstigen Sieveringer Heurigenmusikanten und nachmaligen Zitherhelden Anton Karas. Auch ein Student aus Luxemburg hat das Brettinstrument jüngst für sich entdeckt: Aufgeregt kam er bei Cornelia Mayer an - und forderte unverzüglich Zitherunterricht. In irgendeiner Folge der "Sissi"-Reihe, in irgendeiner Szene, sitze die Kaiserin nämlich im dichten Geäst, packe aus ihrem Rucksack eine Zither aus und spiele beherzt einen Landler. "Kann ich das je auch so spielen?", lautete die bange Frage des jungen Mannes an die Zitherexpertin.

  Cornelia Mayer, 40, spielt seit dreißig Jahren


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