Nach Kasimir

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

NEUE LOKALE Zwei weitere Kulturtankstellen Wiens, die nun über eine kulinarische Grundversorgung verfügen: Staatsoper und Volkstheater.

Er weiß auch nicht genau, warum das vor ihm noch keiner gemacht hat, meint Thomas Köberl, wahrscheinlich läg's an seiner Hartnäckigkeit: Vor viereinhalb Jahren hatte er die Idee, nur, wie man weiß, die Oper ist halt die Oper, eine eigene Welt, in der Eitelkeit, Gekränktheit, Profilierung und Bürokratie in bestem Einvernehmen dicht beieinander wohnen. Vier Jahre dauerte die Planung, bei der offiziellen Begehung waren nicht weniger als 49 ernst dreinblickende, wichtige Menschen dabei.

Vielleicht halfen die Tatsachen, dass Köberls Mutter im Ballett der Staatsoper tanzte und dass sein Onkel Philharmoniker war, sicher half der Umstand, dass wesentliche Opernsponsoren das Café wollten. Also wurde die Garderobe in der Ostflanke zu einem Café umgebaut, dem man tatsächlich nicht ansieht, dass es nicht schon seit immer da ist, mit eingeklebten (jedes


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige