WIEDER AM MARKT

Tschurtscheln

Stadtleben | aus FALTER 47/05 vom 23.11.2005

Das Bockerl, so habe ich erfahren, heißt in Kärnten "Tschurtschel" oder so ähnlich, und dort rollt man sich vor Lachen, wenn man erfährt, dass man ein Bockerl in Wien Bockerl nennt. Na ja. Seit kurzem sind jedenfalls die Zapfen türkischer Pinien im Handel erhältlich, und das ist aus mehreren Gründen fein. Denn erstens sehen die Dinger hübsch aus, zweitens öffnen sie sich angeblich innerhalb von vier Wochen, und dann sollte man Zugriff auf bis zu 120 Pignoli haben, die man roh knabbern, rösten (ohne Öl, aber sehr vorsichtig, die Dinger verbrennen wahnsinnig schnell!) und zu Spinat oder jedem Wokgericht/Salat/Gemüse dazu tun oder sie zu Pesto verarbeiten kann. Letzere Variante scheidet aus, da es derzeit kaum mehr frische Kräuter gibt. Und ist der Pinienzapfen leer gegessen, kann man ihn an den Christbaum hängen.

Pinienzapfen, um E 1,99/ Stück bei Billa.


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