"Wie ein Stück Dreck"

Steiermark Politik | DONJA NOORMOFIDI und GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

Prostitution Ein Grazer HTL-Lehrer steht wegen Verdacht auf Prostitutionshandel vor Gericht. Die meisten Frauen, die in der Sexhauptstadt Österreichs anschaffen, kommen aus Osteuropa. Um ihr Schicksal schert sich kaum jemand. 

Es ist einer der größten Prozesse, die sich jemals im steirischen Rotlichtmilieu abspielten: Laut Anklage soll der "Herr Professor" - er ist in Wirklichkeit HTL-Lehrer, doppelter Magister und Doktor - gemeinsam mit seiner moldawischen Exgeliebten zwischen vierzig und fünfzig Moldawierinnen in ihrem Heimatland angeworben und an Bordelle in Österreich vermittelt haben. Die Aufgabenteilung, wie sie aus der Anklageschrift hervorgeht: Die Geliebte des Professors gab Annoncen in moldawischen Zeitungen auf, um Frauen zu keilen, und organisierte Reisedokumente und Transport. Der "Professor" holte die Frauen - zumindest teilweise - in Österreich ab und lieferte sie an die Bordelle.

  Während der Einvernahme gaben mehrere Frauen an, unter falschem Vorwand nach Österreich


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