Blutspur durch die Dörfer

Steiermark Politik | ROMAN URBANER | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

ZEITZEUGEN Im April 1945 durchquerten die Todesmärsche ungarischer Juden auch die Oststeiermark. Mit Videokamera begaben sich Gleisdorfer Schüler auf Spurensuche. 

Während das "Gedankenjahr" des offiziellen Österreich die Geburtsstunde der Republik weniger in der Befreiung vom NS-Terror als in der Befreiung von den Befreiern erkennen will, müht sich eine Reihe lokaler Initiativen ab, auch die Erinnerung an die Jahre vor 1945 wach zu halten. Für die "Todesmärsche" Tausender ungarischer Juden etwa, die im Frühjahr 1945 quer durch Ostösterreich Richtung Mauthausen getrieben wurden, hatte man im Jubeljahr keinen prominenten Platz vorgesehen. Erst kleine Gedenkprojekte in den Gemeinden selbst hievten die Erinnerung an die Häftlingskolonnen, deren Blutspur sich auch durch die Steiermark zog, auf die Tagesordnung.

  So hat sich in Eisenerz eine viel beachtete Gedenkinitiative des Massakers am Präbichl, das der örtliche "Volkssturm" an den jüdischen Häftlingen verübte, angenommen


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