Kopf in den Sand

AUGUST GÄCHTER | Vorwort | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

KOMMENTAR Wenn man, wie der ÖGB, von der Wirklichkeit eingeholt wird, soll man sich ihr stellen. Also was tun mit der Bawag? 

Nicht ohne Häme waren nach dem Refco-Skandal manche der Kommentare über den ÖGB als Besitzer einer Bank, die dem "Klassenfeind" Kredit gebe. Der ÖGB ist ein Verein. Warum soll er also keine Unternehmen besitzen? Er besitzt ja auch nicht nur die Bank, sondern noch um einiges mehr. Eine Bank ist sicher etwas Besonderes. Sie vergibt Kredite an die Kreditwürdigen. Die Idee hinter der Bawag war einmal gewesen, etwa bei Joseph Schumpeter, selbst kurz Bankdirektor, Kredite an jene mit den innovativsten Ideen zu vergeben. Nicht an Erfinder, wohlgemerkt, sondern an Innovatoren, an Unternehmer, die das Vorhandene in ganz neuen, gewinnträchtigen Kombinationen zusammenführen. Mithilfe der Kredite sollten sie die Ideen realisieren können und Gewinn machen. So ein Projekt kann auch mal ein Flop werden. Das ist kein Drama, am wenigsten für die Bank.

  Seit den Zeiten

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