Leitkultur, selbstgemacht

Vorwort | ALEXANDER POLLAK | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

KOMMENTAR HC Strache macht die "christlich-abendländische Leitkultur" zum politischen Alltagsgut. Was steckt dahinter?

Wie soll man reagieren, wenn ein österreichischer Politiker den "gefährdeten Fortbestand der österreichischen Kultur- und Schicksalsgemeinschaft" zum größten Gegenwarts- und Zukunftsproblem erhebt? Geflissentlich ignorieren Journalisten bisher jenes Schlagwort, das HC Strache in letzter Zeit immer häufiger in den Mund nimmt: "Leitkultur". Es scheint, niemand will nachfragen, niemand will genauer wissen, was damit eigentlich gemeint ist. Aber nur durch Ignorieren wird die "Leitkultur" weder aus Straches Wortschatz noch aus öffentlichen Debatten verschwinden. Ganz im Gegenteil, dem FPÖ-Obmann wird die Gelegenheit geboten, seinen Kampfbegriff zu politischem Alltagsgut werden zu lassen, ohne dass dem Kritik und Reflexion entgegensteht.

Bevor wir uns jedoch mit den Hintergründen des von Strache propagierten Leitkulturkonzepts beschäftigen, sollten wir zuerst eine Antwort

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