Schrei nach Liebe

GERALD JOHN | Politik | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

STRONACH Steyr, Austria und Staatsoper: Hartnäckig versucht Frank Stronach, sich die Zuneigung von Land und Leuten zu erkaufen. Österreich und sein Wohltäter - das Porträt einer schwierigen Beziehung. 

Die Liebe war kurz, aber innig. Gerade ein Jahr lang nannte der blutjunge Bursche Bern seine Heimat, dennoch waren an jenem Novembersamstag des Jahres 1953 über fünfzig Menschen auf den Beinen, "um von unserem lieben Franzl Strohsack Abschied zu nehmen". Der Zwanzigjährige Gastarbeiter aus der Steiermark hatte in der Schweizer Hauptstadt nicht nur als Maschinist gewerkt, sondern als linker Läufer auch die Fans des Oberligaklubs FC Helvetia begeistert. Nun packte er wieder seinen Ranzen, um "in Graz einen verantwortungsvollen Posten zu übernehmen". Da ließen es sich viele Anhänger nicht entgehen, berichtet das Vereinsmagazin, "diesem jungen Österreicher, der durch seine saubere, bescheidene Art viele Freunde gewonnen hatte, ein letztes Mal vor seiner Rückkehr in die steirische

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