STRONACH UND DIE AUSTRIA

Sieben Jahre Hassliebe

Politik | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

Frank Stronach hat vom Fußball keine Ahnung: Dieser Satz muss am Beginn einer Bilanz über das Wirken des 73-jährigen Großindustriellen bei der Wiener Austria stehen. Stronach schmiss hervorragende Trainer raus, die Siege en masse gefeiert hatten, stellte blutige Anfänger ein, die gerade einmal auf Erfahrungen aus der Landesliga bauen konnten, und verbreitete kuriose Weisheiten wie: "Der beste Trainer kann nichts machen, wenn die Spieler keine Kondition haben."

  Kein Fußballer würde Stronach jemals ernst nehmen, wenn der Boss des Weltkonzerns Magna nicht auch ein gewichtiges Argument auf seiner Seite hätte: Geld. Rund hundert Millionen Euro investierte Stronach in die Austria, dementsprechend tobte er sich mit seinem Spielzeug aus. In den vergangenen sieben Jahren verschliss der Wiener Traditionsklub 14 Trainer und kaufte 72 neue Spieler ein. Bis immer mehr Austrianer das skurrile Schauspiel satt hatten. "Magna raus!", skandierten Fangruppen bei den letzten Meisterschaftsspielen,


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