FUSSBALL-EM 2008

"Keine Großbordelle in Wien"

Politik | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

Die Fußball-Europameisterschaft in Österreich wird im Frühsommer 2008 wohl auch in Wien zu Gedränge am Strich führen. "Bei großen Events gibt es immer mehr Geschäft, in der Gastronomie, Hotellerie, im Handel - und natürlich auch in der Prostitution", sagt Faika Anna El-Nagashi vom Verein Lefö, der sich für die Rechte von Prostituierten engagiert. Der Markt ist vorhanden: "Zwischen 7. und 29. Juni erwarten wir etwa 350.000 Europameisterschaftstouristen und rund 900.000 Nächtigungen - alleine oder in Begleitung", schätzt EM-Koordinator Günther Marek vom Referat für Sportangelegenheiten im Innenministerium. Trotzdem möchte Lefö das Thema nicht überschätzt wissen: "Es gibt keine Klarheit über die kolportierten Zahlen. Grundsätzlich wäre es aber wichtiger, dass der Staat wie in Deutschland, wo Prostitution als Arbeit anerkannt und die Sittenwidrigkeit abgeschafft ist, aktiv für die Rechte der Frauen und den Schutz ihrer Arbeit eintritt", findet El-Nagashi.

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