"Eine einzige Lumperei!"

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 48/05 vom 30.11.2005

KÄRNTEN Der Schriftsteller Janko Messner über Kärntner Schimpfwörter, zweisprachige Ortstafeln, Feiglinge in der Politik und seinen Ärger über die Verantwortlichen am Küniglberg. 

Österreich hat das Pech, dass ich hier geboren bin", scherzt Janko Messner bei der Begrüßung, "weil aus mir ein Nestbeschmutzer par excellence geworden ist." Der 2002 mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnete Schriftsteller ist in einem Kärntner Dorf nahe der slowenischen Grenze groß geworden, als Angehöriger der slowenischen Minderheit hat der 84-Jährige einiges mitgemacht: Die Nationalsozialisten verfolgten ihn, weil er als 17-jähriger Schüler auf Slowenisch unterrichtete, an der Front wurde er von den Vorgesetzten drangsaliert und beim Versuch zu desertieren schließlich schwer verwundet. In den Siebzigern, nachdem Bruno Kreisky versucht hatte, zweisprachige Ortstafeln in Kärnten aufzustellen und diese von Deutschnationalen gestürmt worden waren, bekam Messner wütende


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